So kommen Ihre Pflanzen schadlos durch den Winter
Schutz gegen Frost, Kälte und fehlende Sonne
Ob auf dem Balkon, vor der Tür oder im Garten: Ihre Pflanzen müssen im Winter viel durchmachen. Damit sie die kalte Jahreszeit gut überstehen, müssen sie entsprechend geschützt werden. Welche Pflanzen wie überwintert werden, erfahren Sie hier.
Winterharte Pflanzen
Winterharte Pflanzen wie Azaleen, Hortensien, Fächerahorn oder Lavendel können im Winter draussen bleiben – angenommen, sie sind im Boden eingepflanzt. Sind sie in einem Topf untergebracht, brauchen sie einen Winterschutz, denn im Topf frieren die Wurzeln eher durch.
- Stellen Sie den Topf an einen Regen- und windgeschützten Ort, am besten an eine Hauswand.
- Düngen Sie die Pflanze ein letztes Mal vor dem Winter mit Flüssigdünger, damit sie über die Wintermonate mit ausreichend Nährstoffen versehen ist.
- Umwickeln Sie den Topf mit Luftpolsterfolie oder dickem Sackleinen. Alternativ stellen Sie den Topf in eine Holzkiste und füllen sie mit Laub auf.
- Stellen Sie den Topf auf eine Holz- oder Styroporplatte, damit er auch von unten isoliert ist. Achten Sie darauf, dass Regen- oder Giesswasser abfliessen kann.
- Packen Sie die Pflanzenkrone in dünnes Wintervlies.
- Giessen Sie die Pflanze höchstens einmal die Woche mit wenig Wasser.
Kälteempfindliche Topf- oder Kübelpflanzen
Kälteempfindliche Topf- oder Kübelpflanzen wie Akazien und Bougainvillea, sowie Zitronen- und Orangenbäumchen oder Oleander sollten im Winter nicht draussen bleiben. Bei einer Temperatur von fünf bis zehn Grad überwintern sie jedoch problemlos.
- Düngen Sie die Pflanzen vor der Winterpause ein letztes Mal.
- Als Winterquartier eignen sich unbeheizte Räume wie das Treppenhaus, die Garage, der Keller oder der Estrich.
- Pflanzen, die im Herbst ihr Laub verlieren, brauchen im Winter nur wenig Licht. Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter genügend Sonnenlicht.
- Giessen Sie die Pflanzen im Winter einmal die Woche mit wenig Wasser.
Balkonblumen
Balkonblumen wie Fuchsien und Geranien sind in der Regel mehrjährig. Darum gilt: Überwintern sie richtig, können Sie sich lange an ihrer Blütenpracht erfreuen. Balkonpflanzen sollten über den Winter nicht draussen bleiben. Sie können Sie entweder direkt im Balkonkasten überwintern oder umtopfen.
- Zum Umtopfen: Heben Sie die Geranien oder Fuchsien mit einer Schaufel aus dem Blumentopf und entfernen Sie lose Erde.
- Achten Sie darauf, dass die Feinwurzeln erhalten bleiben.
- Schneiden Sie bei der Geranie mit einer Gartenschere alle unverholzten Triebe auf zehn Zentimeter zurück und entfernen Sie alle Blätter. Bei der Fuchsie kürzen Sie die Stängel um einen Drittel.
- Stellen Sie mehrere Geranien oder Fuchsien in einen Topf und bedecken Sie die Wurzeln mit einem Gemisch aus Sand und Blumenerde.
- Stellen Sie Geranien in einen dunklen, kühlen Keller, die Fuchsien lieber in ein helles Winterquartier wie das Treppenhaus oder den Wintergarten. Die Temperatur sollte konstant zwischen fünf und zehn Grad liegen, da die Pflanzen sonst zu früh ausschlagen.
Die beliebteste Blume – die Rose
Die beliebteste Blume – die Rose – braucht je nach Einpflanzungsart einen anderen Winterschutz:
Topfrosen:
- Lassen Sie Ihre Topfrosen nur draussen überwintern, wenn Sie sie an einem wind- und kältegeschützten Platz aufstellen können. Isolieren Sie den Topf mit Luftpolsterfolie, den Topfboden mit einer Styroporplatte und die Erde mit Reisig.
- Alternativ stellen Sie den Topf an einen dunklen, unbeheizten, frost- und windgeschützten Ort – zum Beispiel in die Garage, den Wintergarten oder das Gewächshaus.
Gartenrosen:
- Sind Ihre Rosen im Garten eingepflanzt, schützen Sie den Stamm und die Wurzeln: Häufen Sie zirka 20 Zentimeter lockere Erde an und bedecken Sie sie mit Laub, Moos, Reisig oder Stroh.
- Schneiden sollten Sie Ihre Gartenrosen erst im Frühjahr, sobald die Forsythien blühen.
Im Herbst werden viele Pflanzen für den Winter zurechtgestutzt. Wie Sie den Herbstschnitt am besten angehen, erfahren Sie in unseren Tipps.